Nein, um den Hals gefallen sind mir die Schülerinnen und Schüler des Paul-Pfinzing-Gymnasiums nicht. Aber die Freude darüber, dass Sie ihr lieb gewonnenes Mobiltelefon nach einer Woche Handyfasten wieder in eine gekonnte SMS-Fingerklammer schließen können, war riesig.
Eine Woche ohne Handy für viele unvorstellbar - nicht für 14 Klassen der siebten bis neunten Klasse: Sie gaben ihr Handy letzte Woche brav ab und fasteten sieben Tage. Die Belohnung ein Ausflug in einen Klettergarten samt Sonderwandertag wird von unserer Bank unterstützt. Der Elternbeirat kann sich über 1.400 Euro freuen, die wir für diesen Tag zur Verfügung stellen. Jürgen Putzer, der Macher der Aktion "Handyfasten", hatte mit mir vereinbart, dass wir pro Klasse die teilnimmt 100 Euro für den Ausflug zahlen. Das klang im ersten Moment nicht so wild bei einer Erwartung von 3 bis 5 teilnehmenden Klassen. Nun sind es vierzehn geworden - und wir stehen gerne zu unserem Wort. Die Vorsitzende des Elternbeirates, Angelika Pflaum (auf dem Foto links neben mir), freute sich sehr über die kräftige Unterstützung, da sie damit nicht unbedingt gerechnet hätte.
Und während Oberstudiendirektor Georg Fleischer (rechts auf dem Bild und einer, der sich in der letzten Woche wirklich sehr für die fastenden Schüler eingesetzt hat) noch vergleicht, ob sich die Anschaffung eines neuen Handys nicht vielleicht doch lohnt, tippen die Schülerinnen und Schüler schon wieder freudig SMSen an alle anderen die auch wieder ein Handy haben.
Liebe Schülerinnen und Schüler, die Handyfasten gemacht haben, ich möchte euch meinen Respekt aussprechen und hoffe, dass der Ausflug ein angemessener Ausgleich für den Verzicht ist. Und vielleicht machen beim nächsten Mal ja die LehrerInnen mal Handyfasten ...
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