Ich freue mich Ihnen heute einen Bericht über unsere diesjährige Vertreterversammlung geben zu dürfen. Im Rahmen der Versammlung im „Grünen Baum“ in Kühnhofen blickten Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam mit den Vertretern der Bank auf das Geschäftsjahr 2010 zurück. Gleichwohl wurde berichtet, welchen neuen Herausforderungen sich die Hersbrucker Bank in Zukunft stellen muss.
„Wenn es einen Partner für die Finanzierung der vielfältigen regionalen Energieprojekte gibt, dann kann das nur eine regionale Bank wie die Raiffeisenbank Hersbruck sein.“, mit diesen Worten brachte es Direktor Georg Mertel, Vorstandsvorsitzender unserer Bank, im Rahmen der Vertretersammlung in Kühnhofen auf den Punkt.
Im Rahmen der gut besuchten Versammlung betonte er, dass auch eine mittelgroße Genossenschaftsbank wie die Raiffeisenbank Hersbruck sich den Trends der Zeit stellen müsse und so wolle sich die Bank auch dem Umdenken in der Energiepolitik stellen. Hierzu habe man sich entschlossen, ein spezielles Produktkonzept ins Leben zu rufen. Unter dem Titel „VR-PrimaKlima“ bietet man den Kunden nun ein Spar- und ein Kreditprodukt an. Mit dem „VR-PrimaKlima Sparen“ können die Kunden ihre Gelder sicher und verzinst anlegen und erhalten die Garantie, dass die Einlage anderen Investoren direkt als „VR-PrimaKlima Kredit“ für Projekte zum Klimaschutz in der Region zur Verfügung gestellt wird. Hierüber wird mit dem Wunsch nach ausreichender Transparenz für die Kunden jährlich ein Öko-Verwendungsbericht erstellt und veröffentlicht. Durch den gemeinsamen Auftritt mit vier anderen Genossenschaftsbanken aus der Region gewinne die Idee, Kunden mit nachhaltigen Produkten aktiv am Klimaschutz in der Region zu beteiligen an Bedeutung. Mertel betonte in diesem Zusammenhang, dass die Raiffeisenbank Hersbruck eG sehr gut bei der Finanzierung nachhaltiger Energieprojekte aufgestellt sei.
In seinem Bericht beschrieb Direktor Georg Mertel, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Entwicklung in der Genossenschaftsorganisation. Besonders betonte er die starke Position der Raiffeisenbank Hersbruck als regionaler Arbeitgeber. So beschäftige man 155 Mitarbeiter und konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 9 jungen Menschen in der Bank eine zukunftsorientierte Ausbildung ermöglichen.
Direktor Helmut Basmer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, stellte die guten Geschäftszahlen der Raiffeisenbank vor. Die Bilanzsumme stieg um 10 Millionen Euro auf 410 Millionen Euro. Ein im Sinne der Geschäftsführung nachhaltiges Wachstum konnte man über alle Sparten verzeichnen. So erhöhte sich die Position der Kundeneinlagen um 6 Millionen Euro auf 340 Millionen Euro. Besonders erfreulich stimmte Helmut Basmer die erneute Steigerung bei den Kreditneuausreichungen auf 50 Millionen Euro. Dies sei ein Zeichen dafür dass die Raiffeisenbank ein bei den Kunden gefragter Kreditgeber sei. Insgesamt betreue man ein bilanzielles und außerbilanzielles Kundenvolumen von inzwischen 787 Millionen Euro. Das diese Größe um knapp 30 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2010 angestiegen ist, interpretiert der Vorstand als Vertrauensbeweis und als Zeichen für die ausgezeichnete Leistung der Berater der Bank.
Erfreut zeigte sich Basmer auch bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen. Die Zahl der Bankteilhaber ist auf 10.281 Eigentümer angestiegen. Die Raiffeisenbank Hersbruck eG sei somit die größte Personenvereinigung, die in der Hersbrucker Schweiz aktiv ist.
Mertel deutete auch einige Veränderungen im Geschäftsstellennetz der Raiffeisenbank Hersbruck an. So seien die Umbaumaßnahmen in der Geschäftsstelle Offenhausen im vollen Gange und man hoffe, bald in neue Räumlichkeiten einzuziehen. Ebenso sei man dabei, die Bank zukunftsorientiert neu aufzustellen.
„Wir sind kein Casino“ lautete eine Überschrift in den Nürnberger Nachrichten vom 26. März 2011, die Georg Mertel als sehr treffend interpretierte. „Die Politiker müssten sich mal klar machen, von wem die eigentlichen Risiken in unserem Bankensystem ausgehen. Wir Genossenschaftsbanken stehen für solide Geschäftspolitik und haben in der Phase der Finanzkrise ohne staatliche Stütze gut überlebt. Wir spielen nicht mit Kundengeldern.“, so Mertel. Kein Verständnis habe er für die staatlich gestützten Geschäftsbanken, die nun wieder zum Tagesgeschäft übergehen und einen verheerenden Kampf um die Kunden anzetteln würden, den alle Bürger durch die geleisteten staatlichen Zahlungen mitzufinanzieren hätten.
Die Vertreterversammlung stimmte dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu und beschloss somit eine Dividendenzahlung von 5 Prozent auf die Geschäftsanteile. Somit kommen knapp 270.000 Euro den Teilhabern der Bank zu Gute. Der Aufsichtratsvorsitzende Herbert Begert zeigte sich sehr zufrieden mit der stets konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Er und Peter Singer wurden zum Ende der Veranstaltung einstimmig in das Amt als Aufsichtsrat wieder gewählt.
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