Eine Woche lang beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Grete-Schickedanz-Mittelschule in Hersbruck mit dem Thema Mobbing im Internet. Jede Klasse setzte sich mit dem Thema auseinander und erarbeitete entsprechende Handlungsmuster gegen Cybermobbing. In einer Abschlussveranstaltung hatte ich die Möglichkeit einen kurzen Impulsvortrag zum Thema "Umgang mit sozialen Medien" zu halten. Im Anschluss stellten acht Klassen ihre wirklich eindrucksvollen Arbeiten vor. Einige Klassen haben sich entschieden ein Video zu drehen, andere führten einen "Anti-Mobbing-Rap" oder ein Theaterstück vor und verteilten selbst gemachte Buttons. Mich persönlich berührte das im Video zu sehende Schattentheater der M9a am Meisten. Es schildert in ganz einfachen Worten und Bildern den verhängnisvollen Verlauf eines Mobbingfalls. Im Anschluss zeigten die Schülerinnen und Schüler der Klasse auf, welche Alternativen es zum Selbstmord gegeben hätte. "Sprich mit anderen drüber", "Wechsel die Schule", "Zieh um" waren einige der vielen Vorschläge.
In meinen Augen ist vor allem das Gespräch mit einer Person des Vertrauens besonders wichtig. Viele Mobbingopfer igeln sich regelrecht ein. Grundsätzlich ist es egal, wer der vertrauensvolle Ansprechpartner ist. Wichtig scheint mir vor allem, dass man gemeinsam Lösungen sucht. Auch ein polizeiliches Vorgehen gegen den Mobber und das Melden des Mobbings beim Dienstanbieter sind sicherlich wichtige Bausteine beim Vorgehen gegen Mobbing. Schließlich sollte der Anstoss des Mobbings z. B. das Bild oder der Kommentar möglichst schnell aus dem Netz verschwinden. Und ganz wichtig: Nicht auf das Mobbing öffentlich antworten. Die könnte dem Täter ein Impuls sein, weiter zu machen. Jeder Mobbingfall erfordert eine eigene Lösungsstrategie, die dem jeweiligen Fall entsprechend zu finden ist. Wichtig ist meiner Meinung nach auch, dass man nicht wegschaut, wenn ein anderer gemobbt wird. Hier muss man Courage zeigen, anderen zur Seite stehen und aktiv Hilfe anbieten.
Ein schönes Bild ergab sich als auf dem Schulpausenhof ca. 100 Luftballons gegen Mobbing zu Himmel gelassen wurden. Die ganze Woche wurde von Fachpersonal begleitet. Eine Schulung für Lehrkräfte und ein Vortragsabend für die Eltern rundeten den ganzheitlichen Ansatz ab. Ich freue mich, dass wir als Bank einen persönlichen aber auch finanziellen Beitrag gegen das Mobbing im Internet leisten konnten. Es wäre schön, wenn andere Schulen diesem Beispiel folgen und ihre Schüler in ähnlichen Projektwochen weiterbilden.
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